Feuerküche

Dorade grillen: so gelingt die Goldbrasse auf dem Gasgrill

Dorade ist ein dankbarer Fisch für den Grill: handlich, fest im Fleisch und nach gut zehn Minuten fertig. Ich grille sie als Filet mit Haut direkt auf dem Rost des Weber Genesis II und würze nur mit Salz und Pfeffer. Hier steht, wie das mit Filet und ganzem Fisch klappt, welche Hitze passt, woran du erkennst, dass sie gar ist, und wie du eine frische Dorade kaufst.

Kurz gesagt

Dorade grillst du bei mittlerer Hitze, auf dem Gasgrill sind das etwa 200 bis 220 °C unter dem Deckel. Haut beidseitig einritzen, Fisch und Rost einölen, mit Salz und Pfeffer würzen. Eine ganze Dorade von rund 400 g braucht je nach Größe 10 bis 15 Minuten. Ich grille Filets mit Haut: zuerst auf die Hautseite, einmal wenden, nach etwa 10 Minuten sind sie fertig. Gar ist sie bei 65 °C Kerntemperatur oder wenn sich die Rückenflosse mühelos herausziehen lässt. Rechne eine Dorade pro Person.

Dorade, Goldbrasse: was du auf dem Grill hast

Die Dorade ist ein Mittelmeerfisch. Wegen der goldgelben Flecken am Kopf heißt sie auch Goldbrasse. Im Handel bekommst du sie meist ganz und küchenfertig, also geschuppt und ausgenommen, mit rund 400 g pro Fisch. Das ist eine gute Portion für eine Person.

Auf den Grill kann die Dorade ganz oder als Filet. Ganz bleibt sie besonders saftig, fertig gegrillt löst sich das Fleisch mit der Gabel von der Gräte. Filets sind schneller fertig und ohne Gräten am Tisch. Nimm sie mit Haut, die schützt das Fleisch auf dem Rost.

Zwei ganze Doraden mit Grillstreifen direkt auf dem Rost des Gasgrills, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt
Zwei ganze Doraden mit Grillstreifen direkt auf dem Rost des Gasgrills, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt · KI-Symbolbild

Vorbereiten: einritzen, einölen, würzen

  • Wasch die Dorade unter fließendem Wasser ab und tupf sie mit Küchenpapier trocken.
  • Ritz die Haut mit einem scharfen Messer auf beiden Seiten mehrmals leicht schräg ein. Das verkürzt die Garzeit, und die Würze kommt besser ans Fleisch.
  • Streich den Fisch mit Öl ein. Das verhindert, dass die Haut am Rost festklebt, und sie wird knuspriger.
  • Würz mit Salz und Pfeffer, außen und in der Bauchhöhle.

Filets tupfst du ebenfalls trocken, ölst sie rundherum ein und würzt sie. Einritzen musst du sie nicht.

Wer mehr Aroma möchte, füllt den Bauch mit Zitronenscheiben, Knoblauch und frischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Petersilie. Eine Marinade aus Olivenöl und Zitronensaft sollte höchstens etwa 30 Minuten einwirken, sonst gart die Säure das Eiweiß schon an.

Auf dem Gasgrill: direkt auf dem Rost bei mittlerer Hitze

Dorade braucht keine Höllenhitze. Zu viel Hitze trocknet den Fisch aus, bevor er innen gar ist. Heiz den Gasgrill auf mittlere Hitze vor, das Deckelthermometer sollte etwa 200 bis 220 °C zeigen, bevor der Fisch auf den Rost kommt.

  • Direkt auf dem Rost: Rost gut reinigen und einölen, den Fisch auflegen und den Deckel schließen. Zum Wenden vorsichtig mit einem breiten Wender unter die Haut fahren.
  • Filets mit Haut: mit der Hautseite nach unten auf den geölten Rost legen und nur einmal vorsichtig wenden. Je öfter du sie bewegst, desto eher zerfallen sie.
  • Im Grillkorb oder in der Fischzange: Damit wendest du den Fisch ohne Risiko, dass er zerfällt. Den Korb vorher einölen.
  • Indirekt: Bei sehr großen Fischen kannst du ein oder zwei Brenner ausschalten und den Fisch über die unbeheizte Zone legen. Dann dauert es länger.

Für eine ganze Dorade von rund 400 g rechnest du mit 6 bis 8 Minuten pro Seite, insgesamt etwa 15 Minuten. Kleinere Fische sind schneller fertig. Verlass dich deshalb nicht nur auf die Uhr, sondern auf Thermometer oder Flossenprobe.

Wann ist die Dorade gar? Kerntemperatur und Flossenprobe

Bei 65 °C Kerntemperatur ist die Dorade gar. Miss an der dicksten Stelle, ohne die Mittelgräte zu treffen. Ein dünner Einstichfühler ist dafür ideal.

Ohne Thermometer hilft die Flossenprobe: Fass die Rückenflosse und zieh vorsichtig. Lässt sie sich mühelos herausziehen, ist die Dorade durch. Das Fleisch ist dann nicht mehr glasig und lässt sich mit der Gabel leicht von der Gräte lösen.

Beim Filet gibt es keine Flosse. Stich mit einem Messer an der dicksten Stelle ein und schieb das Fleisch etwas auseinander: Ist es nicht mehr glasig, ist es gar.

Mehr Fische und Werte findest du in der Kerntemperatur Tabelle.

Frische Dorade kaufen und lagern

Kauf die Dorade am besten frisch beim Fischhändler. Eine frische Dorade erkennst du so:

  • klare Augen, nicht trüb
  • leuchtend rote Kiemen
  • glatte, glänzend feuchte Haut und fest sitzende Schuppen
  • angenehmer Geruch nach Meer, nicht fischig
  • das Fleisch gibt auf Druck elastisch nach, es bleibt keine Delle

Transportier den Fisch in einer Kühltasche und lager ihn in der kältesten Zone im Kühlschrank, ideal sind 0 bis 4 °C auf Eis. Verarbeite frischen Fisch innerhalb von ein bis zwei Tagen. Gegrillte Reste stellst du kühl und isst sie innerhalb von 2 Tagen.

Dorade, Lachs oder Forelle?

Wenn mehrere Leute grillen, passt die Dorade gut neben Lachs und Forelle. Wie ich Forellen grille, steht im Artikel Forelle grillen. Zum Lachs findest du mehr unter Lachs grillen und Lachs auf Zedernholz.

Häufige Fragen

Wie lange muss eine Dorade auf den Grill?
Eine ganze Dorade von rund 400 g braucht bei mittlerer Hitze 10 bis 15 Minuten, etwa 6 bis 8 Minuten pro Seite. Meine Doradenfilets mit Haut sind auf dem Gasgrill nach etwa 10 Minuten fertig.
Bei welcher Temperatur grillt man Dorade?
Bei mittlerer Hitze, auf dem Gasgrill etwa 200 bis 220 °C unter dem Deckel. Zu viel Hitze trocknet den Fisch aus.
Welche Kerntemperatur hat Dorade?
65 °C an der dicksten Stelle, ohne die Gräte zu berühren.
Woran erkenne ich, dass die Dorade gar ist?
An der Flossenprobe: Lässt sich die Rückenflosse mühelos herausziehen, ist sie durch. Das Fleisch ist dann nicht mehr glasig und löst sich von der Gräte.
Kann ich Dorade direkt auf den Rost legen?
Ja. Rost sauber machen und einölen, den Fisch ebenfalls einölen und vorsichtig mit einem breiten Wender drehen. Ich lege Filets mit der Hautseite nach unten auf und wende sie einmal.
Kann ich Doradenfilets grillen?
Ja, am besten mit Haut. Hautseite zuerst auf den geölten Rost, einmal vorsichtig wenden. Gar sind sie, wenn das Fleisch an der dicksten Stelle nicht mehr glasig ist.
Womit würzt man Dorade zum Grillen?
Salz und Pfeffer reichen, so mache ich es. Wer mag, füllt den Bauch mit Zitrone, Knoblauch und Kräutern wie Rosmarin oder Thymian.
Wie viel Dorade rechne ich pro Person?
Eine Dorade von rund 400 g pro Person.
Wie erkenne ich eine frische Dorade?
Klare Augen, leuchtend rote Kiemen, glänzende Haut, milder Geruch nach Meer und Fleisch, das auf Druck keine Delle behält.

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Quellen

Was hier steht, beruht auf meinem Grilltagebuch und meiner Recherche. Diese Quellen habe ich dafür gelesen:

Stand 17. Oktober 2026.

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Kerntemperaturen auf einen Blick

Meine Tabelle für Rind, Schwein, Geflügel und Lachs. Mit den Werten, bei denen ich das Fleisch vom Grill nehme, und dem Mindestwert für die Sicherheit.